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Über uns

Was im Jahre 1932 als Pfandleihhaus begann und bis heute an 21 Standorten in Deutschland besteht, wird nun um einen Schmuck Onlineshop erweitert.

 

Wie kam es zu dieser Idee?

 

Tagtäglich beleihen wir wunderschöne, einzigartige und besondere Schmuckstücke, sowie hochwertige Markenuhren in unseren Leihhäusern. Diese werden zum größten Teil zwar wieder abgeholt, aber einige Stücke jedoch, die nicht fristgerecht eingelöst werden, kommen dann in eine öffentliche Auktion und werden dort zur Versteigerung angeboten.

 

Auf unseren fast wöchentlich stattfindenden Auktionen (Auktionskalender) treffen eine bunte Scharr an Interessenten aufeinander. Privatpersonen jeden Alters, Schmuckhändler, Goldaufkäufer und sogar Juweliere, die den Schmuck ersteigern, um ihn anschließend selber zu tragen oder weiter zu verkaufen.

 

Wir haben uns dazu entschieden, nun ebenfalls auf den Versteigerungen mitzubieten und die dort ersteigerten Schmuckstücke in unserem Onlineshop zu äußerst günstigen Preisen der breiten Öffentlichkeit anzubieten.

 

Sie finden in unserem Onlineshop neben Schmuckstücken für den kleinen Geldbeutel auch eine große Auswahl hochwertiger Schmuckstücke. Schauen Sie sich in Ruhe in unserem Shop um und wenn Sie einmal eine Frage haben, nutzen Sie doch einfach unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter 0231 72 14 912 oder Sie senden uns ein Fax unter 0231 98 19 48 14.  

 

Nachdem wir die Schmuckstücke ersteigert haben werden sie in einem unserer Goldschmiedeateliers gereinigt und fachmännisch aufbereitet. Danach erstrahlt jedes einzelne Stück in neuem Glanz, als hätte man es soeben beim Juwelier gekauft; mit einem Unterschied, bei uns erhalten Sie den Schmuck zu wesentlich günstigeren Preisen. Jedes Schmuckstück erhält ein aussagefähiges Zertifikat mit Angabe des Wiederbeschaffungswertes.

 

Nachfolgend können Sie sich einige Impressionen aus unserer Werkstatt einholen um zu erfahren, wie genau der Ablauf der Schmuckaufbereitung aussieht.

 

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Deutschlands größtes privates Pfandkreditinstitut finden Sie 21 x in Deutschland. Wir beleihen Schmuck, Luxus-Uhren, Uhren, hochwertige aktuelle Hi-Fi-Geräte sowie Unterhaltungselektronik, Fotoartikel, Porzellan und vieles mehr...

 

Von der Tresorfabrik zum Leihhaus (1921- 1932)

Als Heinrich Carl Hermann Grüne im Juni 1898 in Hamburg das Licht der Welt erblickte war noch nicht abzusehen, dass er einmal das Pfandleihgewerbe prägen wird. Sein Vater Friedrich Grüne betrieb eine kleine Schlosserei, die sich auf die Fertigung von Geldschränken verlegt hatte. Der frühe Tod des Vaters zwang ihn, schon bald nach Abschluss seiner Ausbildung im Jahre 1921 das Geschäft zu übernehmen.

 

Als Unternehmer erwies sich Hermann Grüne von Anfang an als außergewöhnlich begabt. Gemeinsam mit dem Schlossermeister Karl Otto Kegel gründete er im Oktober 1921 die »Geldschrankfabrik Grüne & Kegel«. Das Geschäft war außerordentlich erfolgreich, sodass die Geldschränke nicht nur Hamburger Kunden fanden, sondern in die ganze Welt geliefert wurden.

Ende der 1920er Jahre stagnierte das Geschäft, die Weltwirtschaftskrise warf ihre Schatten voraus. Bei den ersten Anzeichen für einen dauerhaften Umsatzrückgang zog Hermann Grüne die unternehmerische Konsequenz und legte die Fabrikation still. Bereits 1927 verließ Karl Otto Kegel das Unternehmen, zum 30.April 1927 wurde die gemeinsame Gesellschaft aufgelöst.


Im Frühjahr 1932, sprach ihn ein gewisser Eggert Peters an, ein Juwelier und Leihhausbetreiber, der in die Krise geraten und auf der Suche nach Kapital war.

 

Daher wandte er sich an den als kapitalstark bekannten Hermann Grüne. Als Sicherheit für ein kurzfristiges Darlehen bot Peters einen Brillantring, dessen fachmännisch geschätzter Wert die ausbezahlte Kreditsumme von 15.000 Reichsmark deutlich überstieg. Damit hatte Hermann Grüne, vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein, ein erstes Pfandkreditgeschäft abgewickelt.

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Hermann Grüne (1898- 1964)

 

Als Eggert Peters nach der vereinbarten Zeit jedoch nicht in der Lage war, das Darlehen zurückzuzahlen, bot er Grüne sein Leihhausgeschäft an der Michaelisbrücke 1 zum Kauf. Erst zu diesem Zeitpunkt setzte sich Hermann Grüne ernsthaft mit dem Pfandkreditgeschäft auseinander. Er prüfte die Bilanzen und den Bestand der Pfänder und stellte fest, dass das Leihhaus grundsätzlich gut geführt war. Also kaufte er das Leihhaus, übernahm zum Oktober 1932 dessen Leitung und schlug damit ein neues Kapitel in seiner Karriere als Unternehmer auf. Und in der Geschichte der Pfandkreditwirtschaft.

 

Der Kampf gegen den schlechten Ruf (1932-1939)

Bei Übernahme des Leihhauses fiel ihm der offensichtliche Widerspruch auf zwischen der seriösen Geschäftspraxis zumindest seines Leihhauses und dem schlechten öffentlichen Ansehen des Pfandkredits. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die seit dem Preußischen Pfandleihgesetz von 1881 in ganz Deutschland galten, hatten aus dem privaten Pfandleihgeschäft ein ehrbares Gewerbe gemacht.

 

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Leihhaus an der Michaelisbrücke

 

Trotzdem war die Branche in der Öffentlichkeit noch immer schlecht gelitten und galt als anrüchig. Die Branche ihrerseits vermied es, in der Öffentlichkeit deutlich in Erscheinung zu treten. Die meisten Leihhäuser betrieben unscheinbare oder versteckte Ladenlokale abseits der belebten Geschäftsstraßen, in kleinen Gassen, Hinterhöfen oder, wie auch das Pfandbüro an der Michaelisbrücke, im unauffälligen Obergeschoss größerer Geschäftshäuser.

 

Sie scheuten die öffentliche Aufmerksamkeit und stützten sich stattdessen auf die Mundpropaganda ihrer Kundschaft.

 

Hermann Grüne war nicht gewillt, dass unberechtigt schlechte Ansehen, das sein neuer Beruf mit sich brachte, hinzunehmen. Er war im Gegenteil entschlossen, den Trend umzukehren und an der Verbesserung des Rufes des Pfandleihgewerbes zu arbeiten. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger scheute sich Grüne nicht, mit Werbung auf sein Pfandhaus aufmerksam zu machen. Nicht nur durch Anzeigen in den Hamburger Zeitungen oder durch Handzettel, sondern auch durch damals neumodische und spektakuläre Leuchtreklame am Geschäftshaus. Das war neu in der Branche und hob das Pfandhaus an der Michaelisbrücke deutlich von den zahlreichen anderen Hamburger Leihhäusern ab.

 

Gerade weil es seine Überzeugung war, dass die Pfandleihe ein seriöser Wirtschaftszweig mit Zukunft war, folgte er bei der Entwicklung seines eigenen Betriebs strikt unternehmerischen Kriterien. Im Pfandhaus an der Michaelisbrücke ließen sich nur noch geringe Zuwächse erzielen, also musste weiteres Wachstum durch die Gründung von Filialen erreicht werden, die das erfolgreiche Geschäftsmodell in andere Stadtteile trugen. Im Juni 1936 war es so weit, in der Große-Becker-Straße eröffnete die erste Filiale, die unter dem Namen »Leihhaus an der Börse« den Betrieb aufnahm. Erst jetzt konnte erstmals von »Grüne’s Leihhäuser« die Rede sein. Ein Jahr später errang Grüne durch die Eröffnung von zwei weiteren Filialen die Marktführerschaft in Hamburg. Im Oktober 1937 eröffneten in kurzem Abstand Grüne’s Leihhäuser in der Dammtorstraße sowie in Hamburg-Altona.

 

Grünes Leihhäuser während des Krieges und danach (1939- 1952)

Mit fortschreitendem Kriegsverlauf überschatteten aber die immer deutlicher spürbaren wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges die Entwicklung im Pfandgeschäft. Die Umsätze sanken, die Kundenzahlen gingen zurück und die Geschäfte dümpelten träge vor sich hin. Zur kriegswirtschaftlich bedingten Krise kam schließlich der Bombenterror hinzu.

 

Wie durch ein Wunder wurde aber keines der vier Pfandhäuser zerstört. Nur das Leihhaus an der Michaelisbrücke hatte Schaden genommen, war aber weiterhin benutzbar. Die anderen Filialen überstanden die Bombardements unbeschädigt. Die vier Leihhäuser Grünes hielten zwar ihre Türen bis Kriegsende geöffnet, aber von einem normalen Geschäftsbetrieb konnte nicht mehr die Rede sein.

 

Erst als sich Erfolge im Wiederaufbau Deutschlands andeuteten und die wirtschaftliche Regulierung von Seiten der westlichen Besatzungsmächte nachließ, stieg auch die Nachfrage im Pfandkreditgeschäft wieder an, sodass sich Hermann Grüne auch wieder verstärkt seinem übergeordneten Ziel zuwandte, der Hebung des Ansehens seiner Branche.

 

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Mai 1949 schuf die Voraussetzung, sein Engagement als Unternehmer auch überregional in die wirtschaftspolitische Dimension hinein zu erweitern. Sein Einsatz führte zur Gründung des Zentralverbands Privater Leihhausbetriebe e.V. im November 1950. Angesichts seiner Verdienste im Vorfeld der Gründung war es nur folgerichtig, dass ihn die konstituierende Mitgliederversammlung zum ersten Vorsitzenden des neuen Verbands wählten. Im ersten Jahr seines Bestehens gehörten dem Verband etwa 100 Pfandkreditbetriebe an. Bis Ende 1953 stieg die Zahl auf 132 Mitgliedsbetriebe. Denn um das Erscheinungsbild der Branche in der Öffentlichkeit dauerhaft verbessern zu können, musste das Pfandkreditwesen auch einheitlich dem gewünschten Bild entsprechen und sich geschlossen zu seriösen und geregelten Geschäftsabläufen bekennen. Trotz vieler bereits damals erreichter Standards und gesetzlicher Vorgaben gab es im Pfandleihgewerbe aber noch immer eine Reihe von Mängeln und problematischen Geschäftspraktiken, denen Grüne von Anfang an offen den Kampf ansagte. Grüne scheute sich nicht, unsaubere Geschäfte anzuprangern und auf Verbandsebene offen zu bekämpfen.

 

 Zeitungsartikel

 

Hermann Grünes Reformanliegen lässt sich in einem Wort zusammenfassen - Vereinheitlichung. Vereinheitlichung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, des Berufsbilds und der Geschäftsordnung der Pfandleihe, um sich dem Kunden als ein moderner Dienstleistungszweig auf klar geregelter Grundlage präsentieren zu können und als solcher angemessen Anerkennung zu finden.

 

In seinen eigenen Betrieben in Hamburg setzte Grüne dieses Konzept gezielt um: Seine Filialen lagen nicht in Hinterhöfen, sondern an belebten Geschäftsstraßen, boten gepflegte Räumlichkeiten und präsentierten sich den Kunden als korrekt und kompetent geführte Betriebe eines einheitlich organisierten Unternehmens. Sachlichkeit und Transparenz der Geschäftsvorgänge standen im Vordergrund und orientierten sich an den Interessen der Kunden, die in Grüne’s Leihhäusern verlässliche Partner fanden. Das Konzept erwies sich als außerordentlich erfolgreich, wie die ständig steigenden Versatzraten zeigen, deren Zuwachs in diesen Jahren (1949–1953) noch deutlich über dem ohnehin bemerkenswerten durchschnittlichen Wachstum des Pfandleihgewerbes insgesamt lag.

Im Februar 1952 baute Grüne seine führende Position im Hamburger Pfandkreditgeschäft weiter aus und eröffnete sein fünftes Leihhaus, diesmal in Barmbek in der Fuhlsbüttlerstraße.

 

Expansion von Hamburg bis München (1953-1960)

Anfang der 1950er Jahre bereitete Hermann Grüne einen Schritt vor, der sich für die Branche als revolutionär erweisen würde. Er plante einen Aufbau einer bundesweiten Pfandhaus-Marke mit Leihhäusern von Hamburg bis München. Ende der 1952er Jahre reichte er Anträge in verschiedenen Stadtverwaltungen ein. Die Anträge wurden zunächst abgelehnt, da um die städtischen Leihhausbetriebe gefürchtet wurde. Einzig die Stadt Essen erteilte Grüne die Erlaubnis, dort Filialen zu eröffnen. Das Jahr 1953 bedeutete für Grüne’s Leihhäuser sowohl Wende als auch Durchbruch. Gleichsam über Nacht wurde aus dem Hamburger Familienbetrieb ein bundesweit agierendes Unternehmen. Ein solcher Schritt war für die gesamte Branche revolutionär: Unter den etwa 130 westdeutschen Pfandkreditbetrieben verfügten nur wenige Unternehmen über Filialen, und die lagen ausnahmslos in der gleichen Stadt. Noch nie zuvor war ein Pfandleiher aus dem lokalen Rahmen herausgetreten oder gar über die Grenzen des eigenen Bundeslandes hinaus unternehmerisch tätig geworden.

 

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Filiale Dortmund um 1960

 

Wie schon bei der ersten Expansion innerhalb Hamburgs vertraute Hermann Grüne auch bei dem Aufbau der ersten auswärtigen Filiale auf seine Familie. Sein Sohn Raymond war in den vergangenen Jahren zu einem erfahrenen Pfandleiher ausgebildet worden und sollte nun mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe betreut werden.

 

1953 wurde das erste Essener Leihhaus am Essener Wassserturm eröffnet. Schnell zeichnete sich ab, dass Grüne’s Leihhäuser auch im Ruhrgebiet erfolgreich sein würden.

 

Hermann Grüne hatte mit seiner Einschätzung Recht behalten, dass das bevölkerungsdichte Ruhrgebiet ein enormes Marktpotenzial für die moderne Pfandleihe bot. Daher wurde 1958 das zweite Essener Leihhaus in Altenessen eröffnet.

 

Von der Ablehnung seiner Konzessionsanträge durch die Städte Düsseldorf, Frankfurt und München ließ sich Hermann Grüne in seinem Expansionsbestreben nicht beirren. Statt sich auf Städte zu konzentrieren, die die Zulassung freizügiger handhabten, ging er in die Offensive und legte bei den zuständigen Verwaltungsgerichten Widerspruch gegen die abschlägigen Bescheide ein. Nachdem erst Düsseldorf die Genehmigung erteilte, zog ebenfalls Frankfurt nach. Die Urteilssprüche ebneten Grünes unternehmerischen Erfolg den Weg, denn nun stand dem weiteren Wachstum von Grüne’s Leihhäusern nichts mehr entgegen.

 

Schon im Mai 1954 eröffnete er in Düsseldorf Grüne’s Leihhaus Nummer 7.

 

Auf die Gründung der Düsseldorf Filiale im Mai 1954 folgte im November 1955 die Gründung des Leihhauses Nummer acht in Dortmund. Noch kurz vor dem Jahreswechsel eröffnete Hermann Grüne außerdem auf der Hamburger Dehnhaide eine sechste Filiale in der Hansestadt und bundesweit die Nummer neun. Im Oktober 1956 gingen Grüne’s Leihhäuser in Duisburg an den Start (Nummer 10) und im November 1957 – nachdem das Bundesverwaltungsgericht den Weg frei gemacht hatte – konnte auch das schon lange geplante Leihhaus (Nummer 11) in München die ersten Kunden begrüßen. Mit der zweiten Filiale in Essen, im Stadtteil Altenessen, machten Grüne’s Leihhäuser im Dezember 1958 das Dutzend voll. Im Juli 1959 folgte Filiale 13 in Duisburg Hamborn und im November 1959 schloss Hermann Grüne mit der Eröffnung seines Leihhauses Nummer 14 in Gelsenkirchen seine Eroberung des Ruhrgebiets vorläufig ab. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten in Grüne’s Leihhäusern bereits 85 Angestellte.

 

Im August 1961 kamen eine zweite Filiale in Düsseldorf und eine siebte Hamburger Zweigstelle hinzu, im Jahr darauf eröffnete Grüne noch eine weitere Filiale in Hamburg, nämlich in Bramfeld. Grüne’s Leihhäuser gab es inzwischen 17 Mal in Deutschland.

 

Von der ersten zur zweiten Generation (1960-1980)

Noch immer wurden die Geschicke des Unternehmens vom Firmengründer Hermann Grüne persönlich geleitet, wenngleich sein Sohn und Nachfolger Raymond inzwischen große Teile des operativen Geschäfts führte.

 

Niemand hatte erwartet, dass sich sein Gesundheitszustand im Laufe des Jahres 1964 dramatisch verschlechtern würde. Überraschend verstarb Hermann Grüne am 12. Dezember 1964, betrauert von der Familie und vom Pfandkreditgewerbe.

 

Nach Hermann Grünes Tot lag faktisch lag die Leitung der Leihhauskette bei Raymond Grüne und dem Rechtsanwalt Herbert Martin. Es gelang dem Führungsduo, Grüne’s Leihhäuser nach der atemlosen Wachstumsphase der 1950er Jahre zu konsolidieren und die schnell gewachsene Firmenstruktur zu einem stabilen System auszubauen.

 

Neugründungen wurden nun seltener: Anfang 1966 gründete Grüne jun. zur Entlastung der beiden Essener Filialen eine dritte Zweigstelle in Essen-West. Zum Dezember 1969 wurde endlich das schon lange geplante Leihhaus in Frankfurt eingerichtet – mehr als ein Jahrzehnt nach dem sensationellen Bundesverwaltungsgerichtsurteil gegen den Frankfurter Magistrat. Im November 1970 breiteten sich Grüne’s Leihhäuser auch nach Köln aus, und zum Dezember 1971 nahm die zweite Münchner Filiale ihren Betrieb auf. Zwanzig Leihhäuser zählte das Unternehmen nun – immer klarer setzten sich Grüne’s Leihhäuser von der Branche ab und bauten ihre Marktführerschaft weiter aus.

 

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Raymond Grüne (links) und Herbert Martin (rechts)

 

Von der zweiten zur dritten Generation (1980-2007)

Im Jahr 1983 beging das Unternehmen Grüne’s Leihhäuser sein 50-jähriges Betriebsjubiläum und es hatte allen Grund, voller Stolz zurückzublicken: Auch die zweite Generation des Familienunternehmens hatte sich bewährt und Bemerkenswertes geleistet. In den schwierigen 1970er Jahren war es Raymond Grüne gelungen, die Marktführerschaft zu halten und entgegen dem Trend der Branche ein konstantes Wachstum in der eigenen Geschäftsbilanz zu erzielen.

 

Inzwischen rückte bereits die dritte Generation in die Unternehmensführung nach: Axel Grüne, der 1962 geborene Sohn Raymond Grünes, hatte wie sein Großvater nach der Schulzeit eine Banklehre in Hamburg absolviert, bevor er im Unternehmen zum Pfandleiher ausgebildet wurde.

 

Innerhalb der nächsten Jahre wurde sich zunächst auf die Optimierung der Standorte konzentriert, was in einige Umzüge in geeignetere und belebtere Standorte resultiere wie z.B in Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Köln und München. In zwei Fällen allerdings ermöglichte die geschäftliche Situation vor Ort auch Neugründungen, die der Entlastung der bestehenden Leihhäuser und der Verbesserung des Kundenservice dienten. So wurde in München 1985 eine dritte Filiale eingerichtet, um auf die bevorstehende Schließung des städtischen Pfandhauses vorbereitet zu sein. In Frankfurt war die Nachfrage so groß, dass 1989 eine zweite Filiale eröffnet werden konnte – auf der Zeil, der traditionsreichen Frankfurter Geschäftsmeile in der Innenstadt. Damit erhöhte sich die Zahl von Grüne’s Leihhäuser auf 22 im gesamten Bundesgebiet.

 

Grünes Leihhäuser heute

Trotz seiner Größe hat das Unternehmen nicht seine Wurzeln vergessen und ist den Grundsätzen seines Gründers treu geblieben. Nach wie vor steht der Kunde – der »kleine Mann«, dessen Bank das Unternehmen weiterhin ist – im Mittelpunkt und dieser Kundenorientierung verdankt Grüne’s Leihhäuser seinen anhaltenden Erfolg.

 

Anstatt vor allem auf hochwertige Schmuckpfänder und hohe Kreditbeträge zu setzen, gilt in den Pfandbetrieben Grünes noch immer der alte Firmenslogan »Grüne’s Leihhäuser, stadtbekannt, beleihen jeden Gegenstand«. In den Leihhäusern der Grüne-Kette werden auch heute noch Kleinstkredite deutlich unter 100 Euro auf Sachgegenstände ebenso gerne gewährt wie höhere Pfandbeträge auf Gold und Juwelen oder hochwertige High-Tech-Produkte.

 

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So sieht sich auch die dritte Generation im Familienunternehmen Grüne als Vorkämpfer eines Gewerbes, dessen heutige Gestalt eng mit der Familientradition und mit dem Aufstieg des eigenen Unternehmens verknüpft ist. Für Axel Grüne, der seit 2006 auch formell als persönlich haftender Gesellschafter Verantwortung trägt, ist diese Tradition ebenso Programm wie Verpflichtung. Er sieht seine Aufgabe vor allem darin, in dem von seinem Großvater und seinem Vater aufgebauten Unternehmen die hohen Qualitätsstandards zu erhalten und weiter auszubauen. »Die erste und zweite Generation hat das Unternehmen groß gemacht; die dritte Generation ist nun berufen, die Qualität zu wahren und ständig zu verbessern.«